Immobilien-welt.net
Navigation
Startseite
Altbau- oder Neubau-Wohnung?
Bau- oder Immobilienfinanzierung
Baugeld
Baukredit
Behindertengerechtes Wohnen
Der Innenarchitekt
Der richtige Garten
Eigentumswohnung
Einbruchsicherheit
Einführung
Energiespargesetz
Energiesparhäuser – ein Schritt gegen die Klimaerwärmung
Fertighäuser
Flat Sharing
Hartz IV
Haus bauen oder kaufen?
Hausbau mit Architekt
Hausbaukosten
Haustiere
Hilfe vom Staat
Holzhäuser
Hypothek als Sicherheit
Immobilien als Wertanlage
Ist eine Fußboden-Heizung sinnvoll?
Kindgerechtes Wohnen
Land- oder Stadtleben?
Mieterinfos
Mietminderung
Selbstversorgendes Haus
Solaranlage
Spartipps für den Hausbau
Strom, Wasser, Heizkosten
Teilzeit-Wohnrecht
Time Sharing
Unterstützung vom Staat
Vermieterinfos
Versicherungen für Immobilien- und Hausbesitzer
WG für Studenten
Impressum

< Zurück

Artikel "Baugeld"

Allgemein meint man mit dem Begriff Baugeld den Kredit der zum Zwecke eines Bauprojektes aufgenommen werden kann. Sozusagen erhält man das Geld unter der Bedingung das Bauprojekt zu realisieren.

Die Begriffe Hypothek, Immobilien- und Baufinanzierung sind in ihrer Bedeutung gleich der des Baugeldes. Wobei die heutige Hypothek sinngemäß eigentlich ein Grundschulddarlehen ist. Die Grundschuld sichert den Baukredit (wir empfehlen den Baukredit Vergleich) ab, dennoch ist der Begriff Hypothek im allgemeinen geschäftlichen Verkehr weiterhin gebräuchlich, da man auch spezielle Banken zur Fremdfinanzierung der Immobilien, die neben den Geschäftsbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen agieren, als Hypothekenbanken bezeichnet. Die Kurzbezeichnung Hypo, ist nur einer von vielen, für das Baugeld im Umlauf befindlichen Beinamen.

Das Baugeld ist weniger flexibel einsetzbar als ein normaler Kredit. Es berechtigt lediglich zur Finanzierung einer nicht beweglichen Sache und dessen Zubehör, also einer Immobilie. Durch die Absicherung des Baukredits ergibt sich die so genannte Grundschuld, die im wesentlichen die Immobilie selbst darstellt. Ein weiterer Unterschied zu normalen Krediten sind die wesentlich niedrigeren Zinssätze, die sich aufgrund der Langlebigkeit des Objektes ergeben. Grundstücke halten sich nahezu ewig. Möglich sind die Schuldschreibungen als Ratenkredit oder Dispositionskredit, also auf einem Girokonto.

Auch wenn es nicht direkt um eine Bauangelegenheit geht, sondern vielmehr um den Kauf oder die Umfinanzierung einer bestehenden Immobilie, so findet der Begriff Baugeld dennoch Anwendung.

Über Zinsbindungen werden Baufinanzierungen als so genannte Annuitätendarlehen bis zu 20 Jahre bereitgestellt. Die Annuität ist, genauer betrachtet, die pro Jahr erforderliche Gesamtsumme zur Tilgung der Zinsen. Normalerweise wird sie in monatlichen Raten abgetragen. So entsteht eine bessere Zahlungsüberschaubarkeit für den Kreditnehmer.

Andere Formen der Baufinanzierung

Es gibt eine Gruppe weiterer, relativ exotischer Formen der Finanzierung von Immobilien. Die Bauspardarlehen und die Versicherungsdarlehen, beispielsweise, bieten allenfalls zur Anwendung bei vermietetem oder gewerblich genutztem Eigentum eine günstige Einsatzmöglichkeit, die auch steuerlich sehr eingeschränkt ist. Die hohen Vertriebsprovisionen, welche sich durch die Lebensversicherungs- und Bausparverträge ergeben, können bei dieser Darlehensform zu einer starken Belastung werden und haben sich daher als zu kostspielig erwiesen. Zudem gibt es noch die Verwandschaftskredite, die allerdings ein hohes Maß an ungenutztem Eigenvermögen voraussetzen.

Die online-Baufinanzierung

Besonders die online-Baufinanzierung hat sich gegen Ende des letzten Jahrtausends als neuer Vertriebszweig durchgesetzt. Private Bauherren und Immobilienkäufer nutzen das Internet in gleichem Umfang und verzichten so auf kostenintensive Bankfilialen sowie die Standardisierung der Bonitäts- und Objektprüfung. Das Angebot an Effektivzinsen, die sich in der Regel unter 0,5 Prozent des normalen Marktniveaus bewegen, ist rege. Wer eine Finanzierungssumme von 175.00 Euro in Erwägung zieht, spart somit leicht bis zu 10.000 Euro.

Viel Geld sparen kann man auch wenn man bereits eine Immobile besitzt, die nach Ablauf der Zinsbindung umfinanziert werden soll. Das Forwarddarlehen bietet hierzu eine Zinsbindung von bis zu 60 Monaten im Voraus. Es wird von den meisten Banken angeboten.

Aufgrund der Komplexität der Gegebenheiten steht die online-Baufinanzierung für selbstständige Immobilienkäufer und Gewerbetreibende allerdings nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Beantragung der Baufinanzierung ist übers Internet jedoch kostenfrei und durch die Baugeld-Rechner, die von den Hypothekenbanken über Kreditvermittler zur Verfügung gestellt werden, finden sich die besten Angebote.

Planung ist das Wichtigste

Wer Eigentümer einer Eigentumswohnung oder Eigenheims werden will, sollte sich darüber im Klaren sein, was finanziell alles auf ihn zu kommt. Der Erwerb einer Immobilie ist schließlich nicht mit dem Kauf eines neuen Pullovers gleichzusetzen. Der Erwerb will gut überlegt sein, weil durch ihn eine Bindung auf Lebenszeit bestehen kann.

Zunächst muss man wissen, dass es als Besitzer einer Immobilie nicht das Schwierigste ist, diese zu erwerben, sondern sie zu erhalten. Der Traum vom eigenen Heim sollte die finanziellen Möglichkeiten nicht in den Hintergrund rücken. Nur wer mit einem vernünftigen Planungsbewusstsein an das Vorhaben herangeht, kann vom Erfolg der Realisierung seines Traumes ausgehen.

Ein wesentlicher Vorteil einer Mietwohnung ist die Flexibilität. Wer die Arbeitsstelle wechseln muss, mit seinen Nachbarn nicht klar kommt oder Aussicht auf eine bessere Wohnlage hat, der kann jederzeit umziehen. Zudem hat man keine Umstände mit den Renovierungsarbeiten und ist durch den Kündigungsschutz relativ gut abgesichert.

Der Besitz eines Eigenheimes hingegen schützt vor unliebsamen Mieterhöhungen oder nervenaufreibenden Diskussionen bezüglich der Nebenkosten, Hausordnung etc. mit dem Vermieter. Man ist der eigene Herr in den eigenen vier Wänden und die Altersversorgung ist obendrein auch abgesichert. Denn wenn das Haus bis ins Alter abbezahlt wurde, verbringt man seinen Lebensabend im Eigenheim quasi mietfrei. Man sollte sich konkrete Gedanken darüber machen, wie die eigene Zukunft aussehen soll, wenn man sich zum Kauf einer Immobilie entschließt. Der Lebenspartner sollte die selben Ziele verfolgen wie man selbst, denn wenn man nicht auf einer Welle schwimmt und der Zusammenhalt schwankt, fällt der Plan vom eigenen Haus schnell ins Wasser.

Zudem ist es wichtig sich zu überlegen, welche finanziellen Ausgaben bezüglich des Immobilienkaufs in den Hintergrund gerückt werden können. Ein gewisser Lebenswandel ist mit der Aussicht auf ein Eigenheim, meist nicht umgänglich. So kann es sein, dass man den nächsten Urlaub schon mal zu Hause verbringen oder das Lieblingsrestaurant vorübergehend gegen den Discount-Markt eintauschen muss.

Die Prüfung der finanziellen Möglichkeiten

Die folgende Checkliste bietet einen Einblick in die momentanen finanziellen Möglichkeiten für das Bauvorhaben. Durch eine einfache Berechnung lässt sich ermitteln welchen Kostenumfang die gewünschte Immobilie haben darf oder ob und wie lange man mit dem Kauf noch warten sollte.

Man nehme sich vorerst einen Taschenrechner und sämtliche Kontoauszüge zur Hand. Zuerst ist eine Aufstellung der monatlichen Einnahmen aller Antragsteller erforderlich. Die Komponenten Nettoeinkommen; Urlaubs- und Weihnachtsgeld (umgerechnet auf den monatlichen Betrag); Nebeneinkünfte, die sich regelmäßig ergeben; Mieteinnahmen; Kindergeld; Unterhalt; Renten; die Zinsen aus Geldanlagen, die für die Baufinanzierung keine Verwendung finden und sonstige Einnahmen ergeben somit den Betrag der Gesamteinnahmen.

Dieser wird dann dem Gesamtbetrag der Ausgaben gegenübergestellt, der sich aus den Komponenten Kleidung und Lebensmittel; Beiträge für Versicherungen; Gesundheit und Körperpflege; Hobby-, Urlaubs- und Freizeitaktivitäten; Telefongebühren; Nebenkosten durch das neue Haus; Autos; Haustiere und sonstige Ausgaben ergibt.

Zu guter Letzt ermittelt man nun aus diesen zwei Beträgen den Saldo-Betrag und erhält somit einen Überblick über die finanziellen Möglichkeiten und die Größenordnung, an der man sich orientieren muss. Selbstverständlich lohnt es sich, die bestehenden Komponenten zu variieren. Wer beispielsweise mit den Beträgen der Ausgaben etwas experimentiert und sich überlegt, wo weitere Einsparungen möglich sind, der kann für sich Einiges rausholen.

Wie man nun die finanzielle Größenordnung einzuschätzen hat, erklären einige Faustformeln. Im Durchschnitt werden für ein neues Haus mit Grundstück und Nebenkosten circa 250.000 Euro benötigt. Der genaue Betrag ist abhängig von Bundesland, Wohngegend und der Ausstattung der Immobilie.

Wer nun anhand der obrigen Checkliste feststellen musste, dass er weit unter diesem Betrag legt, für den bestehen die Möglichkeiten sich weiteres Eigenkapital anzusparen, mehr Eigenleistung in die Baufinanzierung einzubringen, die monatlichen Einnahmen zu erhöhen oder nach staatlicher Förderung zu fragen. Wer sich auch mit einer gebrauchten Immobilie zufrieden gibt, kann auch unter der 250.000-Grenze fündig werden.

Die Art der Immobilie

Die Frage ob nun der Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung möglich ist, hängt natürlich vorrangig von der finanziellen Seite ab. Die Entscheidungskriterien erstrecken sich zudem weit über die relativ einfache Frage „Haus oder Wohnung?“ hinaus. Kauft man besser von Privatleuten oder vom Makler? Ist ein Einfamilienhaus oder ein Reihenhaus das Richtige? Erwirbt man es am Besten schlüsselfertig oder als Selbstbauhaus? Legt man Wert auf eine neue Immobilie oder reicht eine gebrauchte aus?

Nachdem nun also das Verhältnis der Ein- und Ausgaben ermittelt wurde, stehen viele Entscheidungen frei. Ausschlaggebend dafür ist die ganz persönliche Sichtweise der dinge, denn eine beste Lösung gibt es nicht. Vor- und Nachteile ergeben sich überall, egal ob die Wahl auf ein Selbstbauhaus, bei dem man das komplette Material zum Bau in Eigenleistung erwirbt und eventuell auf professionelle Unterstützung zurückgreifen kann; ein Architektenhaus, bei dem die gesamte Planung und Ausführung einem Architekten übergeben wird und das Maß an Eigenleistung selbst bestimmt werden kann; ein Fertighaus; ein Haus mit viel Eigenleistung oder eine Eigentumswohnung fällt. Fakt ist: Wer handwerklich begabt ist kann viel Geld sparen.




Immobilien- und Baufinanzierung / Fertiggarage