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Artikel "Baukredit"

Der Baukredit ist zur finanziellen Unterstützung von Investitionen gedacht, die den Neubau, den Umbau und die Sanierung oder Erweiterung von Immobilien betreffen. Manchmal wird sogar der Grundstückserwerb durch den Baukredit unterstützt. Die Form der Finanzierung entspricht normalerweise neben Hypothekar- und Grundstückskrediten, Bauspardarlehen sowie den Darlehen von öffentlichen Instituten der Finanzierungsform der langfristigen Kapitalbindung.
Selbst beanspruchbares Wohneigentum ist bisher nicht vielen deutschen Bundesbürgern gegönnt. Bislang sind weit weniger als die Hälfte der Bevölkerung Besitzer von bewohnbarem Eigentum. Egal ob Kauf oder Neubau. Der Erwerb einer Immobilie muss mit exakter finanzieller Planung verbunden sein.

Da sich nur wenige Interessenten den Erwerb der Immobilie auf Anhieb leisten können und es ihnen kaum möglich ist die Höhe der Summe des Kauf- oder Baupreises sofort aufzubringen, gibt des den so genannten Baukredit (oft in Form des Sofortkredit). Dieses Darlehen wird im Grunde von allen Bausparkassen, Banken oder Versicherungen angeboten. Es gibt sogar ausländische Institute, die Kauf- oder Bauvorhaben in Deutschland durch Kredite unterstützen.

Zur Planung der Finanzierung

Die Finanzierung des Vorhabens sollte genau auf die individuellen Verhältnisse der Interessenten abgestimmt sein. Nur so kann eine solide Grundlage für die Planung entstehen.

Zudem sollten alle Möglichkeiten genau erfasst werden, die Familienplanung ist zum Beispiel ein wichtiger Punkt. Man sollte sich überlegen ob eine Änderung der Familiensituation sinnvoll wäre. Die einzelnen Finanzierungsbausteine sollten richtig gewählt worden sein und der genaue Bedarf des Kredits, also die exakte Darlehenssumme, ist zu ermitteln.

Man muss ebenfalls damit rechnen, dass es im Zeitraum von der Bauzeit an bis hin zum Einzug zu einer finanziellen Belastung kommt, die doppelt so hoch ist. Parallel laufen die Zinsen für die Kredite, die in Anspruch genommen wurden und die Mietzahlungen weiter. Es ist wichtig den Bedarf an Versicherungsschutz der neuen Lebenssituation anzupassen.

Die Wahl des richtigen Kreditgebers ist ebenfalls entscheidend. Die Baufinanzierung sollte nicht nur aufgrund eines günstigen Zinssatzes geplant werden, sondern durch Kompetenz und guter Beratung seitens des Kreditgebers unterstützt werden. Das Gesamtkonzept sollte vernünftig aufgebaut sein und nicht zu euphorisch behandelt werden, was meist zu finanzieller Überforderung führt. Für den Kredit-Partner sollte die kompetente Beratung der Vermittlung in nichts nachstehen. Denn nur Fakten sind entscheidend.

Ein Finanzierungsplan, in dem die gesamte Laufzeit und der gesamte Aufwand dargestellt ist, ist heutzutage bei Weitem nichts ungewöhnliches. Eine praktische Sache, denn so können die unterschiedlichsten Finanzierungskonzepte miteinander verglichen werden und es macht einem leichter, die richtige Entscheidung zu treffen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden um einen Baukredit zu erhalten?

Die Schufa:

Zuerst gilt es eine reine Weste zu haben. Die Schufa-Auskunft ist die Grundlage für die Vergabe der meisten Kredite, denn wer vorher schon Kredite in Anspruch genommen oder gewisse Rechnungen nicht bezahlt hat, ist bei der Schufa-Vermerkt. Man sollte sich daher stets bemühen seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen wenn man seine Aussichten auf einen Kredit, den jeder irgendwann einmal brauchen könnte, nicht verschlechtern will.

Die Schufa versteht sich also als Vermittler zwischen dem Kreditnehmer und dem Kreditgeber. Gegründet wurde sie 1927 und verzeichnet mittlerweile etwa 362 Millionen Daten über ungefähr 62 Millionen Personen. Dazu kommen rund 5.000 Vertragspartner, Unternehmen wie Banken und Leasinggesellschaften. Eben Institute, die Kredite vergeben.

Im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes werden bei „berechtigtem Interesse“ gewisse Informationen über einzelne Personen an die Unternehmen weitergeleitet. Man spricht von berechtigtem Interesse wenn das Unternehmen in geschäftlicher Beziehung zu der betreffenden Person ein gewisses Risiko eingeht und durch die Erlangung gewisser Informationen die Vorraussetzungen der Person für eine Kreditvergabe prüfen will. Vorher muss der oder die Betreffende allerdings ein schriftliches Einverständnis abgeben.

Seit 1997 gibt es das ein Punktesystem, das so genannte Scoring-System, das im Laufe der Zeit weiter entwickelt wurde. So werden die Personen durch dieses System nach Forderungsausfällen eingestuft. So wird die spezielle Bonität der Person nach seinen spezifischen Risiken ermittelt. Für Banken ist die Schufa-Auskunft ein unerlässliches Kriterium für die Vergabe von Krediten.

Die Schufa erhält die Daten hauptsächlich durch die 5.000 Vertragspartner. Jeder kann auf Wunsch die Daten einsehen, die über ihn gespeichert sind und erhält Auskunft darüber wann, warum und von welchem Unternehmen Informationen über ihn eingeholt wurden. Die Anfrage kann per Post, persönlich oder online erfolgen. Die Daten beschränken sich ausschließlich auf Inhalte des finanziellen Bereichs, wie die Eröffnung von Giro-Konten, den Abschluss von Leasingverträgen, private Insolvenzverfahren, den Abschluss eidesstattlicher Versicherungen und Ähnliches.

Das Eigenkapital:

Ganz ohne eigenes Geld läuft die Baufinanzierung natürlich auch nicht. Eine solide Finanzierung ist mit einem Eigenkapital von mindestens 20 Prozent der Bau-, Herstellungs- oder Erwerbskosten gegeben. Die meisten Banken setzen diese 20 Prozent, im einzelnen Fall kann die Zahl natürlich schwanken, als Grundlage der Baufinanzierung voraus. Sehr wichtig sind auch die Einkommensverhältnisse.

Ohnehin sollte man soviel eigenes Geld wie möglich, also Festgelder und Bargeld, Sparguthaben, bezahlte Grundstücke sowie Guthaben bei Bausparkassen, locker machen weil sich jeder einzelne Euro bei der Zinszahlung des Kredites bemerkbar macht. Wer allerdings Aktienvermögen und Investmentfonds einsetzen will, sollte sich das gut überlegen. Sollte der momentane Kurs niedriger als der Einkaufspreis der Aktien liegen so ist vom Verkauf in diesem Moment abzuraten. Die Vereinbarung einer Sondertilgung des beanspruchten Kredites ermöglicht zum Beispiel eine spätere Verwendung der Gelder für die Baufinanzierung.

Die Muskelhypothek:

Beim Neubau werden Eigenleistungen, die so genannten Muskelhypotheken, von den Kreditgebern als Eigenkapital angesehen. Für den Kreditbedarf werden aber die Kosten für Baumaterialien berücksichtigt. Das heißt also, dass wenn man zum Beispiel die Malerarbeiten für 10000 Euro selbst übernimmt und dabei der Anteil des Materials 4000 Euro beträgt, das Eigenkapital mit 6000 Euro gewertet wird.

Die Prüfung der Bonität:

Banken und Kreditinstitute machen die Vergabe von Darlehen auch von den persönlichen Einkommensvoraussetzungen abhängig. Es wird quasi ein Existenzminimum festgelegt, dass durch die Differenz des Einnahmen- und Ausgabenverhältnisses gedeckt sein muss. Zu den Einnahmen bzw. Einkünften zählt: Lohn, Gehalt, 400 Euro Jobs, Renten, Mieten (meist bis zu 70 Prozent) und Kindergeld, das bei den Banken unterschiedlich bewertet wird. Nicht dazu zählt Arbeitslosengeld.

Die Ausgaben schließen folgendes ein: Ratenkredite, die momentan noch abgezahlt werden, Leasingraten, Unterhaltskosten, eventuell fiktive Bewirtschaftungskosten der Liegenschaft und die Aufwendung für den beantragten Kredit.

Die Bürgschaft:

Das monatliche Einkommen sollte zur Deckung der festen monatlichen Ausgaben sowie der Baufinanzierungskosten grundsätzlich ausreichen. Gewisse Bonitätsrichtlinien verpflichten die Banken zur Prüfung dieser Tatsache. Das Bau- oder Kaufprojekt ist gefährdet wenn diese Bonitätsprüfung negativ ausfällt und die Deckung durch das Einkommen nicht gewährleistet ist.

Eine Bürgschaft kann denn rettenden Ausgleich für eine solche Misslage bringen. Dies ist nichts weiter als die Eingestehung der Verpflichtung des Bürgen gegenüber der Bank zur Verbindlichkeit. Sollte der Bürge gesamtschuldnerisch haften, muss er die gesamten Kreditkosten übernehmen, wenn der Schuldner zahlungsunfähig ist. In solchen Fällen wird allerdings die finanzielle Situation des Bürgen durch die Bank geprüft.

Welche Arten der Baufinanzierung gibt es?

Langfristige Baukredite mit festen Zinssätzen sind wohl die klassischste Form der Baufinanzierung. Durchschnittlich besteht die Bindung an die Zinsen hierbei von 5 bis 15 Jahren zu immer konstanten Ratenbeträgen. Änderungen bezüglich der Höhe der Raten gibt es nicht, was wiederum ein Vorteil bei der Planungssicherheit für den gesamten Zeitraum der Zinsbindung ist.

Das Annuitätendarlehen:

Hierbei handelt es sich um die Darlehensform, welche heutzutage am meisten vereinbart wird. Die vereinbarte Zinsbindungszeit bringt eine immer konstante Belastung der Baufinanzierung in Form von meist monatlichen Raten, die Zins und Tilgung beinhalten, mit sich. Je größer der Tilgungsanteil wird desto geringer wird logischerweise der Zinsanteil.

Die Vorteile dieser Darlehensform liegen eindeutig in den gleich bleibenden Ratenbeträgen und der kontinuierlich verlaufenden Tilgung der Schuld. Zudem können Sondertilgungen vereinbart werden.

Das Tilgungsdarlehen:

Diesen Kredit zahlt man monatlich oder vierteljährlich bei gleichmäßig sinkenden Raten zurück. So erfolgt die Tilgung gleichmäßig mit dem vereinbarten Tilgungssatz. Entsprechend der Restdarlehenssumme verringert sich ebenso gleichmäßig der Zinsanteil.

Auch hier liegen die Vorteile also in der Planungssicherheit durch die monatlich feststehenden, im Betrag nicht variierenden Raten wobei aber die Belastung mit forschreitender Tilgung jeden Monat sinkt. Der Nachteil ist allerdings, dass die Entschuldung sehr langsam voran geht.

Das variable Darlehen:

Hierbei wird der Zinssatz vierteljährlich an das aktuell bestehende Zinsniveau angepasst. Der so genannte 3-Monats-Euribo ist der Referenzzinssatz zur Regelung der Kreditgeschäfte unter Banken. Er ist die Grundlage zur Variierung des Zinssatzes.

Die Vorteile liegen bei den relativ günstigen Zinskonditionen, den Sondertilgungen ohne Vorfälligkeitsentschädigungen. Zudem kann der Kredit auch in eine andere Darlehensart umgeändert werden, beispielsweise in ein Annuitätendarlehen.

Der größte Nachteil ist jedoch das Risiko der steigenden Zinsen. Außerdem besteht nahezu keine Planungssicherheit über den monatlichen Aufwand.

Das Versicherungsdarlehen:

Diese Darlehensform setzt das Abschließen einer Kapitallebensversicherung voraus. Sie zeichnet sich durch, üblicherweise 0,20 bis 0,35 Prozent niedrigere Zinssätze im Vergleich zu anderen Darlehensformen aus. Die Laufzeit des Kredites vergeht tilgungsfrei und wird monatlich mit Zinsen belastet. Die Fälligkeit des Kreditbetrages besteht dann am Ende der Laufzeit durch die Ablaufleistung der Kapitallebensversicherung.

Bei vermieteten Immobilien gibt den Vorteil, dass man die Zinsen, die zudem meist relativ günstig sind, von der Steuer absetzen kann, was allerdings nicht bei Eigennutzung der Liegenschaft gilt.

Der Nachteil besteht jedoch darin, dass die Überschüsse der Kapitallebensversicherung schwanken. Zudem verringert sich der Darlehensbetrag nicht. Über die gesamte Laufzeit des Kredites bleibt das Zinsrisiko bestehen.

Das Konstantdarlehen

Dieses feste Finanzierungsmodell trägt zur Planungssicherheit bei Kreditangelegenheiten bei. Die verbindliche Zinsvereinbarung gilt bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens und ermöglicht eine genaue Kalkulation mit einem monatlich konstanten Aufwand. Negative Erwartungen bleiben einem so erspart und man ist nicht von den Zinsschwankungen am Kapitalmarkt betroffen.

Das Konstantdarlehen beinhaltet allerdings nicht nur einen Kredit sondern auch einen Bausparvertrag, sodass sich die monatliche finanzielle Verpflichtung dem Kreditgeber gegenüber aus der Zinszahlung und der Sparrate für den Bausparvertrag ergibt, wobei die Höhe der Zahlung von der Länge der Laufzeit abhängig ist. Kürzere Laufzeiten bringen also größere und längere Laufzeiten bringen niedrigere monatliche Belastungen. Wer sich vom Bausparkassenberate gleich zwei Modelle erechnen lässt ist gut beraten, weil hier der Unterschied des Gesamtaufwandes der Finanzierung ersichtlich wird und zum Fällen einer Entscheidung eine große Hilfe sein kann.

Der Betrag des Kreditbedarfs wird zur sofortigen Verwendung als Darlehen ausgezahlt und gleichzeitig wird ein Bausparkonto mit der gleichen Summe des Kreditbetrages eröffnet. So ergeben sich die finanziellen Verpflichtungen aus der Zinsrate des Darlehens und aus der Beitragssumme des Bausparkontos.

Das Bausparguthaben und das Bauspardarlehen löst dann den, im Vorfeld finanzierten Kredit ab wenn der Bausparvertrag zugeteilt wurde.

Hilfe vom Staat

Der Staat fördert das Bausparen< unter gewissen Voraussetzungen in Form einer Wohnungsprämie, die basierend auf bestimmten Regeln, vergeben wird. So hat jeder der 16 Jahre alt ist den Anspruch auf die Wohnungsbauprämie bei einer Einkommensgrenze des versteuerten Einkommens für Ledige von 256000 Euro und für Verheiratete von 51200 Euro. Mit maximal 512 Euro für Ledige und 1024 Euro für Verheiratete ergibt sich eine Förderung von 8,8 Prozent, die jährlich von der Bausparkasse ausgezahlt wird.

Das Cap Darlehen

Die Zinssituationen auf dem Kapitalmarkt sind von ständigen Schwankungen geprägt. Das Cap Darlehen ermöglicht eine Finanzierung in der Niedrigzinsphase ohne langfristige Zinsfestschreibungen.

Das Cap Darlehen zeigt sich vorrangig durch die variablen Zinssätze kenntlich. Durch eine Zinsobergrenze sind sie über die gesamte Laufzeit hinweg im Rahmen gehalten wodurch sich ein klarer Vorteil ergibt, weil man durch fallende Zinsen spart und vor zu hohen Zinsen durch die Obergrenze geschützt ist. Ganz kostenlos ist diese Dienstleistung jedoch nicht. Die Bank verlangt eine gewisse Prämie, die nach der Darlehenslaufzeit und der Differenz aus dem variablen und dem Cap-Zinssatz bemessen wird.

Sollte man nun zum Beispiel einen Kreditbedarf von 100.000 Euro haben so vereinbart man mit dem jeweiligen Institut eine Kreditlaufzeit von 5 Jahren mit einer variablen Zinsstellung wobei die Obergrenze 6 Prozent betragen soll. Wenn nun der Zinssatz momentan bei 5,5 Prozent liegt und die Zinsen während der Kreditlaufzeit auf angenommen 8 Prozent ansteigen, so muss man dennoch nicht mehr als 5 Prozent für das Darlehen bezahlen. Im Gegensatz dazu und sehr zum Vorteil werden nach unten fallende Zinssätze bei der Abrechnung entsprechend korrigiert.

Der Maximalzins begrenzt gewissermaßen das Risiko on Zinserhöhungen auf ein annehmbares und im Voraus kalkulierbares Niveau. Hingegen ist jede Zinssenkung in gewisser Weise ein freier Tag an dem man ohne Aufwand Geld spart. Zudem ist es möglich eine Sondertilgung zu vereinbaren ohne weiteren Kosten ausgesetzt zu sein.

Das Forward-Darlehen

Wenn man aus seinem derzeitigen Kreditvertrag vorzeitig aussteigen will um auf einen neuen Kredit mit günstigeren Zinsen umzusteigen, so wird eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Der Kreditnehmer macht dabei zweifellos kein gutes Geschäft, weil ihm der entgangene Zinsverlust inklusive weiterer Kosten angerechnet werden.

Günstigere Zinsen kann man sich nur sichern wenn man heute schon mit steigenden Zinsen rechnet. Das Forward-Darlehen bietet hierfür die Möglichkeit zur Sicherung der vorzeitigen Anschlussfinanzierung wenn die derzeitige Zinsvereinbarung in den nächsten 42 Monaten ausläuft. Zudem verhindert man das Risiko in den folgenden Jahren von deutlich höheren Zinsen betroffen zu sein. Zur gegebenen Zeit wird die bestehende Rest-Kreditschuld vom Forward-Darlehen abgelöst. Gebühren und Zinsen werden für den Zeitraum vom Abschluss bis zum Einsatz des Voraus-Darlehens von der Bank nicht berechnet.

Es gibt bestimmte Kriterien, nach denen die Zinshöhe von den Kreditinstituten festgelegt wird. Für die Bereitstellung ergibt sich eine monatliche Zinserhöhung von 0,02 bis 0,03 Prozent, wobei Beleihungskriterien keine Rolle spielen.

Der Vorteil des Forward-Darlehens ist die Sicherheit vor dem Zinsanstieg, weil die Konditionen für die Weiterfinanzierung im Anschluss jetzt schon festgelegt sind.

Dennoch kann man nicht eindeutig voraussagen, dass der Voraus-Kredit von Vorteil ist weil der Erfolg immer von der Entwicklung der Darlehenszinsen abhängt. Der vertrag des Forward-Darlehens ist verbindlich genauso wie die, daraus resultieenden Konditionen, auch wenn später niedrigere Zinssätze den Markt dominieren. Die Unterschiede der Höhe der Zinssätze zwischen den Banken können enorm sein, also sollte man sich über den bestehenden Zinsmarkt genau informieren.

Das Fremdwährungsdarlehen

Bei Fremdwährungsdarlehen ist das Zinsniveau meist niedriger als in Deutschland. Die Währung des Kredites ist die des Landes. Diese Art von Kredit ermöglicht es, die Wechselkurse zwischen den jeweiligen Ländern zum Vorteil zu nutzen, allerdings können sie auch nachteilige Auswirkungen haben.

Die Fälligkeit des Fremdwährungsdarlehens ist meist für das Ende der Laufzeit festgesetzt, was bedeutet das während der gesamten Laufzeit nur die Zinsen zu zahlen sind. Währenddessen sollte man sich inzwischen Geld für die Fälligkeit des Kredites, zum Beispiel durch Fonds, Bausparverträge oder Kapitallebensversicherungen ansparen. Zurückgezahlt wird die fällige Summe dann in der selben Währung in der er aufgenommen wurde. Man kann Zinsverschreibungen von einem bis zu zehn Jahren vereinbaren.

Im Grundbuch werden die Kredite vorrangig gesichert. Rückkaufswerte aus Versicherungen werden auch akzeptiert. Normalerweise fallen je nach Währung etwa 10 bis 25 Prozent Sicherheitszuschläge an. Die Banken begründen diese Forderung mit dem Währungsrisiko.

Eine große Rolle bei der Rückzahlung des Kredites spielt nun der Wechselkurs. Denn schließlich muss der Betrag in gleicher Währung wie bei Kreditaufnahme zurückgezahlt werden. Es kommt also darauf an ob sich der Wechselkurs vom Moment der Kreditaufnahme an ungünstig entwickelt hat. In diesem Falle zahlt man mehr zurück als man bekommen hat. Allerdings kann es sich auch ganz im Gegenteil dazu entwickeln. Auf jeden Fall sollten sie die Risiken dieser Darlehensart nicht ignorieren.

Das Grundbuch

Hierbei handelt es sich um ein öffentliches Register, welches die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse eines Grundstücks darlegt. Untergliedert ist es in drei Abteilungen. Die Abteilung I beinhaltet die Eigentumsverhältnisse, Abteilung II für die Eintragung von Lasten sowie Beschränkungen und Abteilung III für die Eintragung von Belastungen, wie zum Beispiel Grundpfandrechte.

Das Grundpfandrecht

Das Grundpfandrecht ist eine Grundschuld an den Grundschuldgläubiger. Laut § 1191 des BGB ist das Grundstück also mit einer Belastung, einer Geldsumme, die an den Gläubiger zu zahlen ist, behaftet.

In das Grundbuch wird die Kreditsumme des Grundpfandrechts, die Art der Verzinsung sowie der Berechtigte eingetragen. Von der Existenz des Darlehens ist die Grundschuld unabhängig. Man sagt sie ist „abstrakt“. Ohne neue Eintragungen kann man sich so weitere Darlehen absichern.

Banken machen die Vergabe von Darlehen immer von den Sicherheiten abhängig, die der Kunde zu bieten hat. Also verlangen die Kreditinstitute das Grundpfandrecht in Höhe des Betrages des Darlehens zur Sicherung des Kredites. Das Grundpfandrecht wird dann im Grundbuch dokumentiert. Für den Kreditgeber ergibt sich somit das Recht einer Zwangsvollstreckung für den Fall, dass der Kreditnehmer die Fälligkeit der Zahlung nicht einhalten kann. Die Immobilie wird dann von dem Kreditinstitut verwertet.

Unter gewissen Voraussetzungen akzeptieren Banken manchmal auch Ersatzsicherheiten, zum Beispiel die Rückkaufswerte von Lebensversicherungen, Abtretungen von Grundpfandrechten Sparpläne und Sparbriefe. Als Ersatzsicherheit kann man eventuell auch Aktien und Investmentfonds einsetzen. Diese werden allerdings aufgrund der Kursrisiken nur mit Sicherheitsabschlägen bewertet. Zudem ist auch die Art des Kredites entscheidend. Für ein Bauspardarlehen reichen meist die Ersatzsicherheiten aus. Allerdings entscheiden die Kreditinstitute sehr unterschiedlich über die Kreditwürdigkeit.

Die Grundsteuer

Hierbei handelt es sich um eine Gemeindesteuer auf das Grundvermögen. Für alle Bundesländer gilt dabei eine einheitliche Berechnungsgrundlage. Der Einheitswert und der Hebesatz einer Gemeinde bestimmen die Höhe der Steuer, welche mit 8 Milliarden Euro die Haupteinnahmequelle der Gemeinden ist. Genau betrachtet ermittelt das Finanzamt vom maßgeblichen Einheitswert den Steuermessbetrag, der dann von der Gemeinde mit dem jeweils unterschiedlichen Grundsteuerhebesatz multipliziert wird um die Höhe der Grundsteuer zu ermitteln.

Notwendige Versicherungen

Wohngebäudeversicherung

Ein ausreichender Versicherungsschutz für Besitzer einer Immobilie wird von den Banken vorausgesetzt. Das Risiko von Schäden durch Blitzeinschläge, Brände, Stürme, Hagenschauer und Schäden durch Leitungswasseraustritt muss entsprechend abgesichert werden und zwar durch die Wohngebäudeversicherung. Für die Versicherungssumme gelten mehrere Kriterien. Zum Ersten werden Fertighäuser in der Prämie höher eingestuft als Massivhäuser. Es gibt auch eine Zusatzleistung zum Versichern von Elementarschäden gegen einen Preisaufschlag. Versichert werden damit zusätzlich die Risiken von Schäden durch Erdbeben, -senkung oder -rutsch, Überschwemmungen und Lawinen. Deutschland teilt sich in zwei Sturmzonen, was auch Auswirkung auf die Sicherungsprämie hat. Der Nachweis einer Wohngebäudeversicherung ist bei den meisten Banken ausschlaggebend.

Die genaue Postanschrift des versicherten Gebäudes ist in der Versicherungspolice dokumentiert. Der Standardschutz ohne Prämienzuschlag umfasst normalerweise Schäden durch Feuer, Blitz, Sturm und Hagel für Haupt- sowie Nebengebäude, wie beispielsweise Garagen oder diverse Anbauten.

Meist ist auch der Einschluss von Leitungswasserschäden nur durch eine Extraversicherung möglich, wie es auch bei den Elementarschäden der Fall ist. Der genaue Wert der Immobilie einschließlich Garagen und Nebengebäude wird vor Antragsaufnahme von einem Berater ermittelt. Zudem ist es möglich eine Selbstbeteiligung im Schadenfall zu vereinbaren, wodurch sich natürlich auch die Höhe der Versicherungsprämie verringert. Sollten sich im Laufe der Zeit Veränderungen, wie Um- oder Anbauten ereignen, so sollten diese bei der Versicherungssumme angepasst werden.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Wer Eigentümer von vermieteten Eigentumswohnungen oder Häusern ist, der unterliegt der Verkehrssicherungspflicht, was bedeutet, dass er haftbar gemacht werden kann wenn von seinem Eigentum aus Schäden auf Dritte verursacht werden. Genau betrachtet beinhaltet diese Verpflichtung die ausreichende Beleuchtung sowie Reinigung des Grundstücks und die Schneebeseitigung auf den Gehwegen.

Zudem verpflichtet sich der Eigentümer zur Instandhaltung des Gebäudes, beispielsweise zur Reparatur von Dachschäden nach einem Sturm. Sollte jemand durch herunterfallende Dachziegel zu Schaden kommen, so ist nicht abzusehen welch finanzielle Folgen das für den Grundstückseigentümer hat. Es kann sein, dass man zu einer lebenslangen Rentenzahlung oder einer Zahlung in Millionenhöhe verpflichtet wird.

Auch auf Objekte, die zu gewerblichen Zwecken vermietet wurden und auf unbebaute Grundstücke erstreckt sich die Haftung für Schäden. Daher benötigen alle Vermieter von Wohnungen und Häusern eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Sollte man als Eigentümer sein Grundstück selbst nutzen, so ist keine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung notwendig. Hier müssen die Schäden durch eine Privathaftpflichtversicherung gedeckt werden.

Gewässerschadenhaftpflicht

Das BGB, speziell § 823 verpflichtet den Verursacher von Schäden an anderen, deren Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit, Eigentum oder Recht fahrlässig oder gar vorsätzlich verletzt wurde, zur Behebung des entstandenen Schadens.

Ein besonderes Risiko stellen Öltanks dar. Wer Besitzer eines Eigenheims mit Öltank ist haftet im Falle einer Grundwasserverschmutzung durch auslaufendes Öl. Durch die anfallenden Bodenproben oder den Austausch des Erdreichs auf dem betroffenen Gelände kann es schnell zu einem Schaden von 50.000 bis 100.000 Euro kommen.

Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung deckt jedoch keine Schäden, die den Versicherungsnehmer selbst betreffen. Die Versicherungsunternehmen schließen Vorsatz und die Erstattung von Geldstrafen sowie Schadenersatzansprüchen aus. Schadenfälle sollten binnen eine Woche bei der Versicherung gemeldet und durch eine wahre und eindeutige Situationenbeschreibung belegt werden. Wenn Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Angaben bestehen, so kann es sogar zum Verlust des Versicherungsschutzes kommen. Im Übrigen ist der Versicherungsnehmer dazu verpflichtet den Schaden so gering wie möglich zu halten und notwendige Schritte einzuleiten.

Hausratversicherung

Bei Umzug (und bei Umzug ins Ausland) muss die Versicherung informiert werden. Für die Zeit des Umzugs besteht dann für das alte, bis zwei Monate nach Umzugsbeginn, und das neue Wohnobjekt Versicherungsschutz. Die jeweilige Tarifzone, die nach der Einbruchwahrscheinlichkeit bemessen wird, bestimmt die Höhe des Beitrags. Sollte der Umzug nun in eine Wohnung einer anderen Tarifzone erfolgen, so würden sich auch die Beiträge ändern. Günstig wäre es, eine Klausel zu vereinbaren, die einer Unterversicherung vorbeugt. Man sollte im Schadenfall keine Abzüge riskieren. Diese Klausel setzt allerdings eine, pro Quadratmeter ermittelte Mindestversicherungssumme voraus und wird bei den Versicherungsunternehmen unterschiedlich festgelegt. Normalerweise ist mit einem Betrag von 600 bis 750 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Der Schaden wird zum Neuwert ersetzt. Das heißt, dass man sich neue Ersatzgegenstände zum derzeitigen Preis beschaffen kann.

Versichert sind die Risiken durch Brand, Leitungswasser, Sturm und Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub sowie Raub und Vandalismus. Der Schaden wird ersetzt für alle Gegenstände, die im Hausrat integriert sind, auch für Wertsachen, wie Bargeld, Urkunden, Wertpapiere, Schmuck, Telefonkarten, Medaillen usw.

Bei derartigen Wertgegenständen gibt es jedoch eine Entschädigungsgrenze, die 20 Prozent der Versicherungssumme ausmacht. Bargeld wird bis zu 1023 Euro ersetzt. Empfehlenswert ist es, den Wert aller Sachen zu ermitteln und nachzuprüfen ob er sich innerhalb der Entschädigungsgrenze befindet. Sollte dies nicht der fall sein, so kann man beim Versicherer andere Vereinbarungen treffen.

Risikolebensversicherung

Durch die Zahlungsverpflichtung für die Kredite und dem Erwerb der Immobilie im Allgemeinen, ändert sich die Versorgungssituation der Familie. Die Risikolebensversicherung schützt bei relativ geringen Beiträgen vor einem finanziellen Desaster im Falle des Todes oder der Berufsunfähigkeit des Hauptverdieners.

Die Versicherungssumme sollte mindestens auf die Höhe des Kredites angepasst sein. Wer das Risiko der Berufsunfähigkeitsrente einschließen will muss dies extra angeben. Dieser Zusatz bezieht sich auf die Vorsorge- und Existenzsicherung.

Es gibt ein Überschusssystem der Beitragsverrechnung, wo die Überschüsse, die erwirtschaftet wurden, mit den Beiträgen verrechnet werden. Daraus ergeben sich geringere Beitragszahlungen, die bei jährlicher Zahlung sogar zuschlagsfrei sind.




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