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Artikel "Einbruchsicherheit"

Alle 3 Minuten geschieht, statistisch gesehen, in Deutschland ein Einbruch. Neben dem Verlust von Wertgegenständen und den Sachschäden, die durch den Einbruch entstanden sind, sind die psychischen Belastungen der Opfer meist enorm. Das Gefühl im eigenen Heim nicht mehr sicher zu sein wird oft zu einem ständigen Begleiter. Leider entspricht das oft auch der Wahrheit, denn ein geübter Einbrecher braucht im Durchschnitt nur 15 Sekunden um eine ungesicherte Balkontür aufzubrechen. Ein Einbrecher möchte in erster Linie so schnell wie möglich in ein Haus gelangen. Durch spezielle einbruchssichere Verschlüsse welche einfach nachgerüstet werden können wird dem Täter enorm viel Zeit geraubt, so dass er meist die Flucht ergreift.

Allgemeine Sicherheitstipps

Wenn Sie diese allgemeinen Tipps beachten, wird die Wahrscheinlichkeit, dass in Ihrem Eigenheim eingebrochen wird, drastisch reduziert.

- Alle „Haupteingänge“ von Dieben (Balkontüren, Fenster, Kellertüren, Haustüren) durch einbruchhemmendes Glas, Gitter oder durch Zusatzschlösser sichern.
- Eine einfache elektronische Zusatzsicherheit stellen Gegensprechanlagen und an Lampen gekoppelte Bewegungsmelder dar.
- Beseitigen Sie unübersichtliche Pflanzenecken und Kletterhilfen.
- Beim Verlassen des Hauses alle Fenster und Türen verschließen.
- Längere Abwesenheit nicht durch überquellende Briefkästen und heruntergelassene Rollläden signalisieren. Täuschen Sie im Gegenteil Anwesenheit vor indem Sie mit Zeitschaltuhren diverse Lampen angehen lassen, oder lassen sie ganz einfach ein Paar Schuhe vor der Haustür stehen.
- Auf keinen Fall „Notschlüssel“ außerhalb des Hauses verstecken.
- Nutzen Sie das Angebot der Polizei eine kostenlose Schwachstellenanalyse an Ihrem Haus durchzuführen.

Wenn Ihnen solche Maßnahmen als nicht ausreichend erscheinen sollten Sie Ihre Türen und Fenster mit hochwertigen Sicherheitssystemen versehen. Seit 1999 gibt es neue Anforderungen an Sicherheitselemente, Türen, Fenster und Abschlüsse nach DIN V ENV 1627 bis 1630 / VDS 2534. Diese werden nachfolgend hier aufgelistet. Durch die DIN V ENV 1627 bis 1630 wurde erstmals eine zusammenfassende Dokumentation entwickelt welche die Anforderungen an Fenster, Türen und Abschlüsse auf Einbruchhemmung und deren Prüfung klassifiziert. Alle Anforderungen sind somit in einer Norm integriert, so dass möglich ist, sich komplett mit den gesamten Bauteilen auseinandersetzen zu können. Die verschiedenen Widerstandsklassen werden in WK1 bis WK6 unterteilt. Ebenso muss durch die alte DIN V 18054/ DIN V 18103 ein ausreichender Bohrschutz gewährleistet sein.

Geprüfte einbruchhemmende Türen nach DIN V 1627

Mit dem Einbau von geprüften einbruchhemmenden Türen mit einer Mindestwiderstandsklasse von WK2 erhalt Sie einen guten Einbruchsschutz. Solche Türen sind in praxisgerechten Prüfungen getestet worden und es ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Beschlag und bei fachgerechtem Einbau) keinen Schwachpunkt gibt. Einbruchhemmende Türen sind also vollständige Türelemente, welche im geschlossenen und verriegelten Zustand einen Einbruch verhindern oder zumindest enorm erschweren können.

Geprüfte einbruchhemmende Fenster und Fenstertüren nach DIN V 1627

Leicht erreichbare Fenster stellen neben Wohnungsabschlusstüren den häufigsten Angriffspunkt für Einbrecher dar. Wie die Türen werden einbruchhemmende Fenster einer praxisgerechten Prüfung unterzogen um die Sicherheit der Gesamtkonstruktion gewährleisten zu können. Solche Fenster sind ab der WK 2 erhältlich. Ebenso besteht für die Hersteller die Pflicht diese Fenster dauerhaft zu kennzeichnen. Zum Beispiel durch ein Schild im Falzbereich, welches bei leicht geöffneten Fensterflügel sichtbar ist. Darauf müssen Hersteller, Herstellungsdatum und das Prüfzeugnis des Prüfinstitutes mit Nummer und Datum erkennbar sein.

Der fachgerechte Einbau

Geprüfte Türen und Fenster können ihren Zweck nur dann erfüllen wenn sie nach Anleitung des Herstellers fachgerecht eingebaut werden. Bestehen Sie also auf jeden Fall auf die Aushändigung einer Montageanleitung. Bei Elementen der Widerstandsklassen WK4 – WK6 sollten Sie darauf achten, dass sie auf Flucht und Rettungswegen den Werkzeugeinsatz von Feuerwehr oder Rettungskräften enorm erschweren.

Sicherungsvorschläge für ungeprüfte Türen

Oftmals sind Haus- und Wohnungsabschlusstüren nur unzureichend gesichert. Das gilt für das Türblatt, die Türbänder, die Schlösser sowie für die Beschläge. Die Widerstandsfähigkeit der Türen ist vom verwendeten Material abhängig. Diese sollte im Außenbereich immer so stabil sein, das sie ausreichend Widerstand gegen körperliche Gewalt bietet und einfache Werkzeuge bietet (Schraubenzieher, Brecheisen). Zum schütz vor Überfällen sollten Sie darauf achten, dass sie eine Vorrichtung zum spaltbreiten Öffnen der Tür Haben (mauerverankerte Türsperre).

Vollholztüren

Eine Vollholztür mit einer Mindeststärke von 40 mm hat keinerlei Füllungen und bietet somit einen ausreichenden Schutz gegen körperliche Gewalteinwirkung. Voraussetzung ist natürlich, dass Schloss, Zylinder, Beschlag und Bandsicherung entsprechend sicher sind und die Zarge fest mit dem umgebenden Mauerwerk verbunden ist.

Metalltüren

Es handelt sich in der Regel um feuerhemmende Türen nach DIN. Sie bieten keinen oder nur einen sehr geringen Schutz gegen Einbrecher, da sie meist nur aus einen dünne Blech bestehen.

Metallprofiltüren/Rohrahmentüren

Durch Glaseinsätze wird ihre Widerstandsfähigkeit enorm reduziert. Die üblicherweise verwendeten Türschlösser mit einem Riegelschluss unter 20 mm mindern die Widerstandsfähigkeit weiter.

Schlösser

Einsteckschlösser werden in die Schlosstasche des Türblattes eingebaut und ihr Sicherheitswert hängt unter anderem von der Stabilität des Türblattes und des Rahmens ab. Es darf nicht mit körperlicher Gewalt herausgebrochen werden können. Die Schlösser werden in Zuhaltungs- oder Zylinderschlösser unterteilt. Achten Sie darauf, dass der Riegel aus einem widerstandsfähigen Material z.B. Stahl besteht und sich mindestens 20 mm ausschließen lässt. Einbauschlösser mit „echter“ Mehrfachverriegelung bieten einen ebenso hohen Widerstandswert gegen Aufbruchsversuche wie Stangenriegelschlösser mit Mehrfachverriegelung.

Schließbleche

Die Beschaffenheit und die Festigkeit eines Schließbleches ist maßgebend für den Sicherheitswert von Verschlusseinrichtungen. Bei Türzargen aus Holz lässt sich das Schließblech oftmals einfach herausbrechen, da es nur durch wenige Schrauben mit der Zarge verbunden ist. Wesentlich sicher ist die Mauerverankerung, wo das Schließblech durch die Zarge hindurch mit dem Mauerwerk verschraubt ist.

Schutzbeschläge/ Schutzrosetten

Wenn ein Profilzylinder mehr als 3 mm über den Außenbeschlag herausragt, kann er mit einfachen Werkzeugen relativ leicht herausgebrochen werden. Das öffnen der Tür dauert so nur Sekunden. Widerstand gegen gewaltsames herausbrechen des Profilzylinders und Abwehr auf das mechanische Schloss bieten geprüfte und zertifizierte Schutzbeschläge. Die Beschläge werden in die Schutzklassen ES1 bis ES3 eingeteilt. ES steht für Einbruchhemmender Schutzbeschlag. Es wird empfohlen einen Schutzbeschlag mit Zylinderabdeckung zu verwenden, da dieser einen hohen Schutz für den Profilzylinder bietet.

Schließzylinder (Profilzylinder)

Zylinder sollten einen hohen Bohr- und Ziehschutz aufweisen und immer mit einem Schutzbeschlag mit Zylinderabdeckung geschützt sein. Besonders zu empfehlen sind Profilzylinder, die eine spezielle Sicherungskarte besitzen. Damit ist gewährleistet, das nur der Hersteller nach Vorlage eines Berechtigungsnachweises einen Nachschlüssel fertigen kann. Besonderen Schutz bieten Zylinder mit Sonderprofilen gegenüber den einfachen Zylindern und gehen damit über die Anforderungen nach DIN 18252 hinaus. Achten Sie vor allem darauf, dass sie keine sogenannten Knaufzylinder verwenden, wenn Sie Glaseinsätze in der Tür haben. Diese werden eingeschlagen und schon kann der Einbrecher hindurchfassen und von der Innenseite die Tür öffnen.

Bändersicherung

Diese werden auf der Scharnierseite angebracht und halten bei fachgerechten Montage die Tür auch bei abgetrennten Scharnieren an der Bandseite zu.

Sicherungsvorschläge für ungeprüfte Fenster

Scheiben und Beschläge stellen eindeutig die Schwachpunkte bei ungeprüften Fenstern dar.

Sicherheitsfolien

Diese werden über die gesamte Scheibe geklebt und verhindern ein Splittern der Scheibe. So muss der Einbrecher wesentlich mehr Kraft aufwenden um die Scheibe aus dem Rahmen zu brechen. Diese Folien werden immer raumseitig angebracht.

Fensterbeschläge

Bei ungeprüften Fenstern sollte Sie auf den Einbau von rundumlaufenden Sicherheitsbeschlägen mindestens der WK2 achten. Die Beschläge zeichnen sich durch die Verriegelung mit Pilzköpfen aus. Ein abschließbarer Griff, der das öffnen des Fensters nach durchbohren oder einschlagen der griffnahen Scheibe verhindert rundet die Sicherungsmaßnahmen ab.

Gittersysteme

Diese eignen sich sowohl für den gewerblichen als auch für den privaten Nutzen (häufig gekippte Fenster wie z.B. WC oder Kellerfenster). Geprüfte Gittersysteme werden in fünf Widerstandsklassen angeboten WK-H5 – WK-H30. Sonstige Gittersysteme bieten ausreichend Schutz, wenn sie folgende Sicherheitsmerkmale erfüllen:

- Stäbe aus mindestens 18mm starken Rund oder Vierkantstahl oder aus Hohlrandstahl mit Rollkern als Sägeschutz.
- Stababstand maximal 12 cm.
- Alle Kreuzpunkte geschweißt oder geschmiedet.
- Stabenden mindesten 8 cm im Mauerwerk verankert.
- Verwendetet Schrauben gegen Herausdrehen gesichert, z.B. durch Schweißpunkte.

Geprüfte einbruchhemmende Rollläden nach DIN V ENV 1627

Durch den Einbau von geprüften einbruchhemmenden Rollläden erhält man einen guten Einbruchsschutz. Wie alle anderen geprüften Elemente werden die Rollläden einer praxisgerechten Prüfung unterzogen um die Sicherheit der Gesamtkonstruktion zu gewährleisten. Diese Rollläden werden in der WK 1-6 angeboten.
Nicht geprüfte Rollläden bieten nur dann ausreichend Schutz wenn sie folgende Sicherheitsmerkmale aufweisen:

- Der Rollpanzer besteht aus Stahl, Holz oder stanggepressten, doppelwandigen Aluminium.
- Das Herausreißen wird durch ein starkes Abschlussprofil erschwert.
- Der Rollpanzer läuft in ausreichend tief im Mauerwerk verankerten Führungsschienen welche aller 15 cm mit einer verdeckten Schraube gesichert sind.
- Besondere Schutzvorrichtung gegen hochschieben.




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