Immobilien-welt.net
Navigation
Startseite
Altbau- oder Neubau-Wohnung?
Bau- oder Immobilienfinanzierung
Baugeld
Baukredit
Behindertengerechtes Wohnen
Der Innenarchitekt
Der richtige Garten
Eigentumswohnung
Einbruchsicherheit
Einführung
Energiespargesetz
Energiesparhäuser – ein Schritt gegen die Klimaerwärmung
Fertighäuser
Flat Sharing
Hartz IV
Haus bauen oder kaufen?
Hausbau mit Architekt
Hausbaukosten
Haustiere
Hilfe vom Staat
Holzhäuser
Hypothek als Sicherheit
Immobilien als Wertanlage
Ist eine Fußboden-Heizung sinnvoll?
Kindgerechtes Wohnen
Land- oder Stadtleben?
Mieterinfos
Mietminderung
Selbstversorgendes Haus
Solaranlage
Spartipps für den Hausbau
Strom, Wasser, Heizkosten
Teilzeit-Wohnrecht
Time Sharing
Unterstützung vom Staat
Vermieterinfos
Versicherungen für Immobilien- und Hausbesitzer
WG für Studenten
Impressum

< Zurück

Artikel "Energiespargesetz"

Die Energiesparverordnung (EnEV) verpflichtet seit dem 01.01.2007 Haueigentümer zur Reduzierung ihres Energieverbrauchs in den Haushalten. Das Nachrüsten betrifft vor allem die Immobilienbesitzer von Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie Mehrfamilienhäusern. Auch bei Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern greift das Gesetz, wenn der Besitzer nicht selbst darin wohnt oder die Immobilie nach dem 01.02.2002 erworben wurde. Bewirkt werden soll die verbesserte Dämmung von Heizungsrohren, des Daches und in unbeheizten Räumen die optimale Isolierung von Warmwasserleitungen. Spätestens seit Ende 2006 müssen auch die alten Heizkessel für Gas und Öl (bei Einbau vor 1978) ausgetauscht worden sein. Nicht nur die Ersparnis bei den Energiekosten, auch der höhere Komfort und der damit gesteigerte Wert der Immobilie sind vorteilhaft für den Eigentümer.

Eines der Ziele der neuen Energiesparverordnung ist die Schaffung von mehr Transparenz bei den Kosten der Haushaltsenergie. In Anbetracht daran, dass zwar jeder von dem Thema betroffen ist, weiß kaum einer wie viel Heizungsenergie er persönlich verbraucht. Dabei sollte man bedenken, dass die Kosten für die Energie, die im Haushalt verbraucht wird, seit dem Jahr 2000 um 54 Prozent gestiegen sind und sich auch weiterhin jährlich erhöhen. Wenn es weiter mit sechs Prozent im Jahr aufwärts geht, zahlen wir 2016 fast 80 Prozent mehr. Hierbei soll auch das zweite große Ziel des neuen Energiespargesetzes ansetzen: Energiesparmaßnahmen.

Vorschläge zum Einsparen von Haushaltsenergie:

Ein durchschnittlicher Haushalt von zwei bis drei Personen verbraucht im Jahr etwa 3.600 Kilowattstunden (kWh) für Strom, rund 28.000 kWh für Heizung und zirka 3.000 kWh für die Warmwasseraufbereitung. Um die Heizkosten zu senken, sollte man von einem Experten die Heizungsanlage optimieren lassen. Überdies sollten auch gleich in jedem Zimmer programmierbare Thermostate installiert werden. Die empfohlenen Raumtemperaturen sind für die Küche und den Flur 18 Grad und für das Schlafzimmer 16 Grad. In Wohn- und Esszimmern sollten um die 20 Grad herrschen, während in Kinder- und Arbeitszimmern am meisten geheizt werden sollte – auf 22 Grad. Jedes Grad weniger bringt Ihnen eine Ersparnis von etwa sechs Prozent.

In der Hauptzeit, also im Winter, wenn am meisten geheizt wird, sollten die Fenster nur ab und zu für etwa fünf Minuten zum Lüften geöffnet werden. Dies nennt man auch Stoßlüften. Wenn ständig ein Fenster auch nur durch Ankippen offen ist, verschwenden Sie so wertvolle Energie. Im Frühjahr und Herbst beträgt die Zeit des Stoßlüftens zwischen 10 und 15 Minuten, je nachdem wie warm es draußen ist und wie viel Sie heizen müssen.

Ein weiterer Tipp zum Energiesparen sind 2-fach verglaste Wärmeschutzfenster. Damit können Sie den Energieverlust, der durch zu dünne Fenster entsteht, jährlich halbieren und mit einer 3-fach Verglasung sogar bis auf ein Drittel senken.

Mit der richtigen Dämmung können Sie richtig viel an Heizkosten sparen. Die optimale Isolierung von Außenwänden, Fuß- und Dachböden kann die Kosten um bis zu zwei Drittel verringern. Zusätzlich sollten auch im Heizungsraum Rohre und Heizkessel gedämmt werden.

Um den Stromverbrauch zu reduzieren eignen sich, anstatt der normalen Glühbirne, die sogenannten Energiesparlampe. Auch wenn sie höhere Anschaffungskosten haben, sind sie dennoch mit bis zu 80 Prozent weniger Stromverbrauch und einer 10-mal längeren Lebensdauer wahre Stromsparkünstler.

Ebenso gibt es im Alltag Möglichkeiten die Kosten für Strom und Energie niedrig zu halten. Wenn man beim Kochen einen Deckel auf den Topf macht, sparen Sie 75 Prozent der Energie ein. Der Kühlschrank erlaubt eine Maximaltemperatur von sieben Grad im Innenraum. Zwei Grad niedriger bedeuten etwa 15 Prozent mehr Verbrauch. Ebenso gilt beim Wäschewaschen: umso niedriger die Temperatur, desto weniger Strom. Viele Sachen müssen nicht unbedingt bei 60 Grad gewaschen werden, oftmals reichen schon 40 Grad. Beim Wäschetrockner sollten Sie Acht geben, wenn Sie ihn nicht unbedingt benötigen, dann lassen Sie Ihre Wäsche lieber an der frischen Luft trocknen, denn diese Geräte sind echte Stromfresser.

Einheitliches Gütesiegel:

Eine weitere Neuerung, die durch die Energieeinsparverordnung in Kraft tritt, ist der Energieausweis. Vorrausichtlich müssen Eigentümer von Immobilien ab 2008 bei Verkauf, Beantragung von staatlichen Fördergeldern oder Neuvermietung einen Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis vorlegen. Auf dem Bedarfsausweis werden Daten zum Gebäudezustand, Gas- oder Ölverbrauch, Wärmedämmung und Sanierungsvorschläge vermerkt. Der Verbrauchsausweis belegt den derzeitigen Energieverbrauch. Für den Besitzer sind die Ausweise vorteilhaft, da er über die Geltungsdauer von zehn Jahren den Verbrauch der Haushaltsenergie im Überblick hat und Schwächen deutlicher erkennen kann.

Geld vom Staat:

Dank dem neuen Energiespargesetz gibt es zur Sanierung von Immobilien mehr Zuschüsse vom Staat. Auch früher wurden Umbaumaßnahmen mit finanziert, jedoch galt dies nur für Häuser, die bis 1983 erbaut wurden. Die Neuerung schließt ebenso Immobilien, die bis 1994 errichtet wurden, mit ein.

Um an die Zuschüsse zu gelangen musste früher der CO2-Gehalt errechnet werden, der durch das Nachrüsten eingespart wird. Seit Anfang des Jahres gilt dies nicht mehr. Jetzt müssen aus einem Bündel von Sanierungsmaßnahmen mindestens drei für ein Haus ausgewählt werden. Beispielsweise neue Fenster, Dämmung der Außenwände und der Decke.

Die Höhe der Gelder, die der Staat dazu gibt, hängt von zwei wichtigen Faktoren ab: Einerseits ist es von Bedeutung, wie gut das Haus saniert wird, andererseits wie viele Wohnungen sich darin befinden. Den größten Zuschuss erhält ein Immobilieneigentümer, der einen Altbau aufrüsten lässt. Dabei kann mittlerweile so gut saniert werden, dass dieser sogar 30 Prozent weniger Energie verbraucht als ein Neubau. Wenn dies der Fall ist, dann kann man mit einem maximalen Betrag von 8.750 Euro vom Staat rechnen.

Weitere Tipps:

Detaillierte Informationen zum Thema Kredite und Zuschüsse, können Sie im Internet erfragen. Hierfür werden Sie auf den Seiten der „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (kurz KFW) fündig. Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle finden Sie einen geeigneten unabhängigen Energieberater. Dieser hilft bei den Sanierungsplänen und kann auch Fragen zu den staatlichen Förderungen beantworten. Seien Sie jedoch gewarnt vor den selbsternannten Energieexperten, die unseriöse Angebote machen und dafür eine hohe Summe verlangen. Suchen Sie sich lieber einen Vor-Ort-Berater aus der Liste, welche Sie auf den Seiten der BAfA finden können. Überdies können Sie ebenso bei Architekten und Handwerksmeistern mit einer zusätzlichen Qualifikation einen Auftrag zur Sanierung aufgeben.

Es sei außerdem noch erwähnt, dass eine staatliche Förderung nur möglich ist, wenn für die Sanierung Fachbetriebe engagiert werden. Wenn man selbst anfängt zu handwerkeln, entfallen die Zuschüsse komplett.