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Artikel "Hilfe vom Staat"

Unter gewissen Voraussetzungen gibt der Staat finanzielle Unterstützung für das Eigenheim. Die Förderungsmöglichkeiten sind unterschiedlich. Zum Beispiel gibt es Wohnungsbauprämien und so genannte Arbeitnehmer-Sparzulagen; Eigenheimzulagen und zinsfreie oder zinsgünstige Darlehen von der Landesbodenkreditanstalt oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Wie gesagt, unterliegen die Förderungen gewissen Bedingungen oder Voraussetzungen, die man erfüllen muss. Man sollte den Finanzierungsberater nach allen Fördermöglichkeiten fragen, die in Frage kommen, da diese die verschiedenen Optionen von selbst oft nicht ansprechen. Weis man nun welche Fördermittel einem gegeben sind, bleibt noch die Frage, wie man diese am Besten einsetzt.

Jedes Jahr im März wird die Eigenheimzulage ausgezahlt, woraus sich für den Begünstigten zwei Möglichkeiten ergeben. Entweder nutzt er das Geld zur Tilgung der Zinsgebühren oder diverser Sondergebühren.

Bei einer annuitätischen Tilgung von einem Prozent hat man bei einer Darlehenssumme von 50.000 Euro nach zehn Jahren noch eine Darlehensschuld von etwa 42.000 Euro zu verbuchen. Wenn diese Tilgung von einem Prozent bei der gleichen Darlehenssumme nun mit einer jährlichen Sondertilgung von 4.000 Euro kombiniert wird, so ist der Kreditnehmer nach etwa acht Jahren nahezu schuldenfrei. Gleichzeitig sinkt die monatliche Belastung rapide.

Des weiteren besteht die Möglichkeit das Geld der Eigenheimzulage anzulegen, und zwar auf einem Sparvertrag für genau die Dauer der Zinsfestschreibung. Dies ist eine effektive Vorgehensweise wenn die Anlagerendite höher als der effektive Darlehenszins ist. So ist es gut möglich, dass nach zehn Jahren sogar noch Guthaben vorhanden ist.

Wer sich einen Kredit von der Landesbodenkreditanstalt holt, der hat beim Hausbau einige Bedingungen zu erfüllen. Der Grundriss und die Wohnfläche, beispielsweise, sind bestimmten Normen unterworfen und können die eigenen Vorstellungen vom Traumhaus schon enorm einschränken. Der Bau des eigenen Hauses ist im Prinzip ein sehr persönliches Lebenswerk und wer seine Vorstellungen nicht mit den vorgegebenen Richtlinien in Einklang bringen kann, sollte sich vielleicht nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten umsehen. Wer mit den Maßgebungen allerdings kein Problem hat, für den kann ein zinsgünstiger Kredit eine gute Finanzierungsform sein.

Kredite, die meist noch zinsgünstiger sind werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau angeboten. Der Darlehenszins richtet sich hier nach der untersten Grenze des Kapitalmarktniveaus. Wer nur über ein geringes Eigenkapital verfügt und wenig Eigenleistung beisteuern kann, ist für diesen Kredit am Besten geeignet.

Zur Bildung von Eigenkapital bieten Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmer-Sparzulagen die besten Möglichkeiten (da sie beim Steuern sparen helfen). Je früher diese Fördermittel genutzt werden, desto mehr staatlich gefördertes Eigenkapital kann im Nachhinein angespart werden. Vorsicht ist jedoch beim Abschluss von so genannten Vermögensbildungsverträgen geboten. Eine schlechte Beratung kann dazu führen, dass man eine zu hohe Bausparsumme abschließt. Oft vergeben Institute die Bausparverträge nur unter der Bedingung einer Mindestbausparsumme von beispielsweise 25.000 Euro. Ein Betrag der im Normalfall viel zu hoch ist, auch wenn die Argumente der Berater anderes verlauten lassen. Ein wesentliches Gegenargument sind die Abschlussgebühren, die auch dann im gesamten Umfang bezahlt werden müssen, wenn die Bausparsumme nur teilweise Verwendung findet.

Die häufigsten Fehler bei der Baufinanzierung

Es gibt eine Reihe von Fehlern die im Bereich der Baufinanzierung häufig gemacht werden. Und nicht nur dass man aufpassen muss selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen, so ist es auch wichtig darauf zu achten eine lückenlose und fehlerfreie Beratung zu bekommen.

Die Finanzierungsberater der Sparkassen, Bausparkassen, Versicherungsunternehmen und Banken sind in erster Linie am Abschluss einer Finanzierung mit dem Kunden interessiert. Vermittler, die für eine Provision arbeiten, gehen oft nicht neutral mit den Anbietern um, woraus sich für den Kunden natürlich erhebliche Nachteile und Einbusen ergeben können.

Man sollte daher nicht gleich das erstbeste Angebot unterschreiben, was nicht selten auch das teuerste ist. Man sollte wenigstens drei oder vier Anbieter und deren Finanzierungskonzepte vergleichen bevor man eine Entscheidung trifft. Dabei Angebote mit gleichen Grundlagen zu finden ist in diesem Geschäftsbereich nicht immer einfach. Eine Möglichkeit ist das Hinzuziehen eines, von Banken und Versicherungsunternehmen völlig unabhängigen Finanzierungsberaters. Hier ist die Sicherheit für ein neutrales und professionelles Gespräch zum Vergleich diverser Angebote am höchsten.

Die häufigsten Fehler bei einer Finanzierungsberatung sind mangelnde Informationsvermittlung, was, zum Beispiel, die Angaben über die genau zu erwartende Belastung betrifft und

eine falsche Berechnung der Gesamtkosten durch vergessene Beträge (z.B. Erschließungs- und Hausanschlusskosten, Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Maklergebühren, Aufwandskosten für Außenanlagen usw.), was zur Folge haben kann, dass beim Auslaufen des Kreditgeldes noch Rechnungen offen bleiben.

Wer seine Eigenleistung falsch berechnet und somit seine finanziellen Möglichkeiten überschätzt, könnte ebenfalls von teuren Nachzahlungen überrascht werden. Man sollte daher genau abwägen wie viel Hilfe man von handwerklich begabten Verwandten oder Bekannten gratis bekommen kann, wie viel man selbst machen kann und welches finanzielle Ausmaß das Heranholen von Baufirmen einnehmen wird.